Allgemeine Geschäftsbedingungen

§ 1 Vertragsbeziehung

Diese AGB regeln die Vertragsbeziehungen zwischen allen Teilnehmern und Nutzern, im folgenden "Partner" genannt, mit der Firma Leadperfect im nachfolgenden "Dienstleister" genannt. Als Partner gelten alle natürlichen und juristischen Personen, die die Dienstleistung von der Firma Leadperfect auch teilweise in Anspruch nehmen.

§ 2 Vertragsabschluss

Mit der Abgabe einer entsprechenden Bestellung von Datensätzen oder mit Nutzung der Dienstleistungen werden die AGB anerkannt. Sofern ein Partner einen Datensatz beim Dienstleister bestellt, hierzu genügt der Schriftform die Bestellung per Email oder Fax, hat der Partner bei Bereitstellung der Datensätze diese abzunehmen. Es gelten die allg. kaufmännischen Regeln im Verkehr. Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende allgemeine Geschäftsbedingungen, insbesondere auch Einkaufsbedingungen des Dienstleisters, werden, selbst bei Kenntnis, nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, ihre Geltung wird ausdrücklich und schriftlich vereinbart. Unseren sämtlichen Geschäften, rechtsgeschäftlichen Erklärungen, tatsächlichen Handlungen, Angeboten, Lieferungen und sonstigen Leistungen, etc., liegen ausschließlich unsere AGB zugrunde. Entgegenstehenden AGB wird hiermit ausdrücklich widersprochen. Sie gelten auch dann nicht, wenn wir ihnen nicht nochmals wiedersprechen, sollten sie in der Folgezeit vom Dienstleisters den eigenen Erklärungen, Handlungen, Schriftwechsel, etc., beigefügt werden. Unser Schweigen gilt nicht als Zustimmung. Gleiches gilt, wenn wir AGB des Dienstleisters nicht anfordern, sollte er diese in Bezug genommen haben. Auch wird jede Art von Abwehrklauseln des Dienstleisters widersprochen, sie gelten als nicht gestellt. Der Dienstleister verzichtet unwiderruflich auf sein Recht, entgegenstehende AGB oder Abwehrklausel zu verwenden, ob er sie stellt oder nicht, wir nehmen den Verzicht schon jetzt an. Vorstehende Klausel und nachfolgende AGB gelten auch bei Rahmenvereinbarungen, Sukzessivlieferungsverträgen und ständigen Geschäftsbeziehungen, ohne dass es wiederholter Einbeziehung bedarf. Sollten einzelne Bestimmungen des Vertrages mit dem Dienstleister einschließlich unserer Allgemeinen Geschäftsbedingungen ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, so wird hierdurch die Gültigkeit der übrigen Bestimmungen nicht berührt. Die vollständig oder teilweise unwirksame Regelung wird durch eine Regelung ersetzt werden, deren wirtschaftlicher Erfolg dem der teilweise oder vollständig unwirksamen möglichst nahe kommt.

§ 3 Kündigung

Für die Lieferung von Daten besteht keine Laufzeit. Entsprechende Verträge über Laufzeiten können nicht ordentlich gekündigt werden. Das Recht einer außerordentlichen Kündigung bleibt unberührt. Für bestellte Datensätze werden die Lieferzeiten bestimmt, eine Laufzeit ist, sofern gewünscht, gesondert schriftlich zu vereinbaren. Außerordentliche Kündigungsgründe sind insbesondere gegeben, wenn gegen die Vereinbarungen aus diesem Vertrag verstoßen werden.

§ 4 Dienstleistung

Der Dienstleister liefert an den Partner bestellte Datensätze. Die Qualität der Datensätze wird durch gesonderte Vereinbarung bestimmt.

§ 5 Pflichten des Vertriebspartners

1. Eine außervertragliche Weitergabe der Daten an Dritte darf nicht erfolgen. 2. Der Partner muss Makler oder Mehrfachagent sein. Er darf kein Ausschließlichkeitsvermittler sein. Der VP versichert, dass er und seine Partner für die Vermittlung von Versicherungen nicht an bestimmte Versicherungsgesellschaften oder Finanzdienstleistungsunternehmen gebunden sind. 3. Der Partner verfügt über eine qualifizierte Berufserfahrung. 4. Die Auflagen des BDSG sind zu beachten. 5. Der Partner muss über ein aktuelles und unabhängiges Vergleichsprogramm verfügen (bei Versicherungen). 6. Der Partner muss den Interessenten innerhalb von max. 3 Werktagen kontaktieren. Er darf dabei nicht im Namen des Dienstleisters auftreten und muss den Interessenten darauf hinweisen, dass er ein unabhängiger Vermittler ist. 7. Für die Beratungsleistung oder -fehlleistung übernimmt der Berater die alleinige Verantwortung. Er hat dabei sämtliche kaufmännischen Grundsätze und branchenüblichen wettbewerbs- und versicherungsrechtlichen Grundlagen zu beachten. Der Partner verpflichtet sich insbesondere, folgendes zu unterlassen: a) Preis-/Leistungsvergleiche zu Versicherungsangeboten zu erstellen oder erstellen zu lassen, in denen die Versicherungsangebote anonymisiert sind und dadurch nicht erkennen lassen, welche Versicherungsgesellschaften mit welchen Versicherungsprodukten miteinander verglichen werden. b) Zu solchen Vergleichen den Eindruck zu vermitteln, es handele sich um einen repräsentativen Überblick, wenn nicht alle Anbieter in den Vergleich mit einbezogen wurden. c) Im unmittelbaren Zusammenhang mit solchen Vergleichen nicht darauf hinzuweisen, dass die Leistungen (z.B. von Versicherungstarifen) sich wesentlich unterscheiden können, wenn nicht zu allen im Vergleich genannten Gesellschaften gleichzeitig auch alle relevanten Details zum Leistungsangebot beigefügt wurden. d) Den übertragenen Datensatz zu speichern oder zu nutzen, nachdem der Betroffene der Datenspeicherung und/oder Nutzung widersprochen hat.

§ 6 Leads

Bestellungen von Datensätzen (Datensatzarten) und Anzahl und die Gewährleistung eines erfolgreichen Abschlusses kann vom Dienstleister nicht übernommen werden.

Lead

Ein Lead wird durch die entsprechenden Portale auf den Internetplattformen des Dienstleisters generiert. Die jeweiligen Plattformen entsprechen in ihrem Inhalt und Aufbau dem gewünschten Leadinhalt des Partners, so dass dieser verwertbare Leads erhält. Die Preise variieren mit der jeweiligen Qualität des Leads, die entsprechenden Einzelpreise variieren mit der Größe der Bestellung.

Lead mit Bonitätsabfrage

Sofern der Partner eine Bonitätsabfrage wünscht, führt der Dienstleister eine legale Abfrage durch, so dass der Partner Informationen zum Bonitätsstatus erhält, hierbei ist § 5 Nr. 4 dieses AGB zu beachten.

Lead mit Bonitätsabfrage und aktueller Callcenterbearbeitung/individuelle Anpassung

Leads werden nach erfolgter Bonitätsabfrage von einem ex- oder internen Callcenter aktuell bearbeitet und nach erfolgreichem Abschluss direkt an den Partner übermittelt, so dass eine maximale Erfolgschance eintritt. Nach Vereinbarung besteht die Möglichkeit spezielle Fragen durch das Callcenter an den Dienstleistungsempfänger zu stellen, so dass eine individuelle Bearbeitung möglich ist.

§ 7 Lead-Definition

Als regelgerechter Lead gelten Anfragen mit den folgenden Voraussetzungen: Vollständige Angabe von - Name
- Adresse
- Beratungswunsch
- Erreichbarkeit (Telefon, Post oder E-Mail sofern vorhanden)

Zusatzdaten beim Dienstleister - vorqualifiziert:

- erweitere Informationen (je nach Sparte) und Datenabgleich sowie Anvisierung mit
Namen. - beste Erreichbarkeit des Kunden

Doppelte Leads werden aussortiert. Der Dienstleister stellt sicher, dass Leads nicht doppelt verkauft werden können. Als doppelt gilt ein Lead, wenn dieselbe Person eine Anfrage zur gleichen Sparte auf den uns angeschlossenen Portalen mehrfach innerhalb von 8 Wochen gestellt hat.

§ 8 Abwicklung und Datensätze

Die komplett bearbeiteten Leads werden umgehend (max 3-4 Werktage nach Erstellung) an den Partner übermittelt. Für den Fall, dass der Partner größere Mengen an Datensätzen bestellt hat, werden diese kontingentweise übermittelt, um eine größtmögliche Aktualität zu ermöglichen.

§ 9 Reklamationsgründe

Reklamationen können grundsätzlich nur innerhalb von 14 Tagen nach der Bereitstellung erfolgen. Interessenten-Datensätze, die als Reklamation anerkannt werden, sind wieder in der freien Verfügung vom Dienstleister und dürfen vom Vertragspartner oder Mitarbeiter nicht weiter kontaktiert werden. Ein schwerwiegender Verstoß gegen die AGB ist, wenn ein Datensatz reklamiert wird (keine Kaufpreisanpassung) und der Kunde noch weiter kontaktiert wird (nicht nur bezüglich der angefragten Sparte). Hier wird eine Vertragsstrafe von 2.500 Euro pro Einzelfall fällig. Datensätze die reklamiert wurden befinden sich dann max. 14 Tage im Reklamationsstatus. Sollte nach dieser Zeit kein Ergebnis vorliegen, wird der Datensatz automatisch gutgeschrieben. Datensätze die reklamiert werden, sind jedoch bis zur finalen Überprüfung und ggf. der Erstattung von Ihnen zu bezahlen. Ein Nichteinzug von Rechnungen oder Erstattung während des Prüfvorgangs erfolgt nicht. Reklamationsgründe bestehen in den folgenden Fällen: 1.Der Interessent ist selbständiger Versicherungsmakler oder Finanzmakler im Hauptberuf und vermittelt diese Sparte selbst. 2. Der Name und die Adresse existiert nicht - es wurde keine Anfrage gestellt. 3. Unter den angegebenen Kommunikationswegen (Telefon, Email, Postadresse) ist der Interessent unbekannt UND ist nicht über weitere öffentliche Verzeichnisse ermittelbar. 4. Der Interessent hat sich in der Sparte geirrt – hier erfolgt eine Kaufpreisanpassung auch wenn Sparte nicht gebucht wurde. 5. Der Interessent hat in den letzten 8 Wochen bereits eine Anfrage zur gleichen Sparte gemacht (falls eine doppelte Anfrage bei der Prüfung nicht erkannt wurde). 6. Bei PKV-Vollversicherungs-Anfragen: Der Interessent ist jetzt und voraussichtlich weitere 12 Monate pflichtversichert und hat auch nicht vor sich innerhalb dieser Frist selbständig zu machen (Zusatzinformation: Punkt 6 bei - keine Reklamationsgründe bestehen in den folgenden Fällen). Bei Anforderung von Personenversicherungs- Angeboten ist der Interessent nach objektiven Gesichtspunkten auch nicht gegen Risikozuschlag oder Leistungsausschluss versicherbar (bestehende schwere Krankheit, nicht aber z. B. bei Allergie). Die Krankheit muss genau benannt werden. Anfang u. evtl. Ende der Behandlung auch. 7. Harte Bonitätsmerkmale wie eidesstattliche Versicherung oder Haftbefehl werden bei PKV-Vollversicherungs-Anfragen anerkannt. zusätzlich bei Baufinanzierungen: 10. Bei Anfragen zur Baufinanzierungen liegt eine negative Wirtschaftsauskunft vor, die zu einer Finanzierungsablehnung durch die Banken führt. 11. Interessent hat bereits vor Angebotsanforderung einen Darlehensvertrag abgeschlossen/unterzeichnet (nicht Vorlage von Angeboten!). 12. Bei Anfragen unter 50.000,--€ Darlehenssumme gewähren wir 50% Nachlass, falls nicht vorher erkannt. Keine Reklamationsgründe bestehen in den folgenden Fällen: 1. Der Interessent hat bereits bei jemand anderem abgeschlossen oder kein Interesse mehr. Zum Zeitpunkt der Anfrage hat aber Interesse bestanden. 2. Der Abschluss des angefragten Produktes ist möglich, aber wirtschaftlich oder persönlich nicht empfehlenswert (z.B. Kapitalanlagen für Geringverdiener, zu hoher Kreditwunsch für Immobilienkauf). 3. Der angegebene Kommunikationsweg ist nicht korrekt, aber leicht über die Auskunft, internetbasiertes oder normales Telefonbuch herauszufinden. 4. Es wurde ein Datensatz zu einem günstigeren Preis erworben, welcher bereits (z. B.) 5 Tage alt war und danach reklamiert, dass der Interessent bereits nach der Anfrage abgeschlossen hat, dies ist das Risiko des Partners. 5. Interessent ist als nicht versicherbar reklamiert, kann jedoch z.B. bei einer Gruppenversicherung mit Kontrahierungszwang versichert werden. 6. Die Anfrage wurde zwar nicht vom Interessenten persönlich gestellt, jedoch von einer dritten Person (z.B. Eltern) mit dem Wissen und dem Einverständnis des Interessenten (Anfragen von Finanzdienstleistern für Kunden sind reklamationsfähig). kein Reklamationsgrund ist, wenn der Kunde zwischen unserem Telefonat und der Kontaktaufnahme seitens des Partners bereits eine Entscheidung trifft - die Datensätze werden sofort nach der Qualifizierung ausgeliefert.

§ 10 Zahlungsmodalitäten / Gebühren

Sofern keine Zahlungsmodalitäten vereinbart wurden, gilt ein 14-tägiges Zahlungsziel nach Rechnungserhalt. Für den Fall, dass der Partner die bestellten Leads nicht abnimmt, wird eine Gebühr in 50 Prozentiger Höhe des vereinbarten Betrages pro Lead fällig. Für Zuwiderhandlungen gegen die AGB bzw. Zahlungsproblemen gelten folgende Gebühren: - Der Partner hat für unberechtigte Reklamationen eine Gebühr je Einzelfall in Höhe von EUR 5,00 zu entrichten. - Bei Nichteinlösung von Abbuchungsaufträgen wird eine Gebühr in Höhe von EUR 25,00 je Einzelfall erhoben. Weitere Gebühren entstehen für Mahnungen (7,50 EUR) Mahnbescheide (50,00 EUR), Vollstreckungsmaßnahmen, Zinsen und andere Inkasso-Gebühren.

§ 11 Regeln

Alle Partner sind verpflichtet, sich an die AGB zu halten. Bei Reklamationen sind richtige Angaben zu machen. Die Terminvereinbarung und Beratung der Interessenten obliegt dem Leadkäufer. Eine Erfolgs-Garantie kann weder für das Eine, noch für das Andere gegeben werden. Schadensersatzforderungen und Vermögensschäden des Interessenten aufgrund von Falsch- oder Schlechtberatung, sowie Verstößen gegen das Wettbewerbsverhalten, hat in voller Höhe der Vertriebspartner zu verantworten.

§ 12 Salvatorische Klausel

1. Änderungen und Ergänzungen zu diesem Vertrag müssen als solche gekennzeichnet sein und bedürfen zu ihrer Rechtswirksamkeit der Schriftform. 2. Die Vereinbarung tritt mit Unterzeichnung in Kraft. 3. Alle Rechte und Pflichten aus diesem Vertrag in Bezug auf Geheimhaltung, Schutzrechte, Veröffentlichungen, Eigentum, Nutzungsrechte und Gewährleistung behalten auch nach Ablauf des Vertrages für drei Jahre Gültigkeit. 4. Sollte eine Bestimmung dieses Vertrages unwirksam sein, so berührt dies die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht. Die Bestimmung soll vielmehr durch eine Regelung ersetzt werden, die rechtlich zulässig ist und die inhaltlich der ursprünglichen Bestimmung am Nächsten kommt.